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Die Crew der nächsten Wochen sind Skipper Daniel Rüter mit Vater Michael (ist vielleicht nicht wirklich einer unserer jungen Segler), Schwester Susanne und Freundin Telse. Die Muskelkraft wird gut beigesteuert durch Jonas Lyssewski, Fabian Damm, Jannik Dühren und Ian Witt.

Damit die 4 jungen Wilden nicht während der Übergabe und dem Proviantieren stören, ist Bedarf nach einem Alternativprogramm. Zum Glück hat der sehr nette Yacht Klub Poolbeg YC, der direkt im Zentrum Dublins liegt, an diesem Tag 40–jähriges Jubiläum und feiert dies tagsüber mit einer Regatta und abends mit einem Fest im Klubhaus. Wie immer ist es nicht schwierig, vier gute Segler bei einer Regatta unterzubringen. Eine nett aussehende First 33.7 nimmt alle an Bord und wir sehen die nunmehr sieben an Bord den Liffey hinunter auf die Dublin Bay hinausfahren.

Einige Stunden später, ganz ehrlich, wir hatten die Jungen nicht wirklich vermisst, kommen Sie wieder. „Wie war’s?“ wird wortkarg mit „Oh, ganz gut“ beantwortet, gefolgt von einem „Gibt’s was zu Essen?“. Ein paar zusätzliche Sätze kann noch aus den Vieren herausgelockt werden, dann fängt das große Mampfen an. Zwei Packungen Kekse sind scheinbar nicht genug für vier junge Segler nach über 5 Stunden Regattasegeln.

Die Sieger-CrewAm Abend dann die Preisverteilung. Der Skipper der First ist völlig außer Rand und Band. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er eine Regatta gewonnen. Nach einigen Guinness, die der Skipper ohne Unterbrechung unseren jungen Helden angedeihen lässt, kommt dann der Rest der Geschichte heraus. Die vier haben mehr oder weniger das Kommando über das Boot und die im Durchschnitt ca. 50–jährige Besatzung übernommen. Man hat dem Skipper zwar großzügig die Pinne überlassen („hat schon in den Fingern gejuckt, die Pinne zu übernehmen“), aber danach gab es nur noch deutsches SVAOe-Segelkönnen. Ein perfekt gemanagter Null-Start, so der Skipper, wurde gefolgt von einem perfekten Manöver nach dem anderen. Die Taktik wurde auf Deutsch festgelegt und dann (meistens) von Ian auf Englisch den Eigentümern mitgeteilt. Alle Konkurrenten, denen man seit Jahren hinterher gesegelt ist, werden im Kielwasser gelassen, nur ein paar sehr viel größere Yachten gelang es, die First vor dem Ziel zu überholen. Selten habe ich so einen stolzen Skipper gesehen. Dass die anderen Segler ihm vorwerfen, es wäre unfair, Profis aus Deutschland einzufliegen, beantwortetet er, indem er noch eine weitere Runde Guinness an die Jungs ausgibt.

Stander-TauschNach der Preisverteilung haben wir uns für die wirklich besonders nette und zuvorkommende Art, mit der wir im Poolbeg Yacht Club aufgenommen wurden, bedankt. Ein schönes Banner fürs Klubhaus bekamen wir zurück und natürlich noch mehr Freibier.

Später am Abend, man merkt, dass in Irland die Pille weniger und große Familien häufiger vorkommen, als bei uns in Deutschland, sprachen einige Frauen Sheila darauf an, dass ihre vier Söhne ja nicht nur gut segeln können, sondern auch richtig toll aussehen. Sheila hatte nicht das Herz, sie dieser Illusion zu berauben oder war sie auch mehr als nur ein bisschen stolz auf ihre und unsere Jungs aus der SVAOe?

 

 

 

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