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15.11.2010, Brigitte und Peter Mendt

Wie sinnvoll ist es eigentlich den Vereinsstander oben im Top zu fahren? Das haben wir uns in den letzten Jahren verstärkt gefragt. 

 Dieser Fragestellung geht folgender, wirklich mehrfach erlebter Ablauf von Bord zu Bord-Gesprächen voraus:

„Mensch, haben wir heute ein Glück mit dem Wetter gehabt.“

Antwort vom Nachbarschiff: „Joo.“

„Und dass wir eine so schöne Box gefunden haben, das haben wir gar nicht zu Hoffen gewagt.“

Vom Nachbarschiff: „Sie haben Glück gehabt.“

„Und dass wir ausgerechnet noch neben einem netten Vereinskameraden liegen …“

Vom Nachbarschiff: „Wieso das?“ Blick hinauf zur Saling. „Wie kommen Sie darauf? Aus welchem Verein sind Sie denn?“

„Na - wir sind wie Sie in der SVAOe.“

Vom Nachbarschiff: „Aber wieso denn, ich kann Sie nicht zuordnen. Sie sollten mal einen Stander fahren.“

Das sitzt!!!

Wir fahren, so haben wir es in der SVAOe-Jugendabteilung gelernt und natürlich seit wir ein eigenes Schiff besitzen, schon immer den SVAOe-Stander im Top. In den vergangenen Jahren sieht man diese Art der Stander-Führung erfreulicherweise vermehrt und sie wird zunehmend auch in anderen Vereinen praktiziert. Das ist nicht zuletzt, so meinen wir, auch auf das starke Werben unseres Kommodore Jürgen Christian Schaper zurückzuführen.

Aber wie kann es angehen, dass der Blick vieler Segelkameraden, wirklich aller Altersstufen, schon in Höhe der Saling verharrt?

Sind es vielleicht die zunehmenden Zivilisationskrankheiten, welche in den Auswirkungen eine Nackenstarre mit sich führen oder aber hat das Ganze mit der allgemeinen Unbeweglichkeit zu tun, welche jetzt schon in jüngeren Jahren fortschreitet?

Nach unseren Beobachtungen sind viele Abläufe wie „Nicht lang´ schnacken, Kopf in´n Nacken, Pr…“ in jungen Jahren geübt und eigentlich bis in das hohe Alter funktionabel. Oder aber kann es auch sein, dass Brauchtum nicht ausreichend überliefert wird?

Wir fragen uns, ob es Sinn machen würde, den Stander oben und in doppelter Ausführung zusätzlich noch unter der Saling zu fahren, damit wir als SVAOe´er, auch aus einer  körperlichen Schonhaltung heraus, erkannt werden können.

Nein, wir haben uns entschieden! Wir fahren unseren Stander weiterhin nur im Top, so wie wir es gelernt haben!  

Die lieben Segelkameraden müssen sich eben in eine physiotherapeutische Behandlung begeben, wenn sie uns einem Verein zuordnen wollen. Und sollten die Anwendungen keinen Erfolg zeigen, dann werden wir ihnen, wenn wir es für richtig halten, unsere Vereinszugehörigkeit schon mitteilen. 

Auf gute Gesundheit! Auch das Standergucken kann eine bewegungsunterstützende, gar nicht so ungesunde, gute seemännische Übung sein.

 

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